Kuchen aus der Form

Kategorie: Grundkochbücher

Kuchenformen sind so etwas wie der visuelle Vorgeschmack auf den späteren Genuss. Es gibt eine Vielzahl von Ausführungen für bestimmte Feiertage wie Ostern oder Weihnachten. Diese klassischen Backformen gehören zur Grundausstattung.

Richtig in Form kommen

• Springform (Ø 26 cm)
• Gugelhupfform (Ø 24 cm)
• Kastenform (25 x 11 cm)
• ofenfeste Sturzgläser (je 160 ml Inhalt)
• Auflaufform (20 x 30 cm)
• Silikonform für 6 Mini-Gugelhupfe (je etwa 80 ml Inhalt)

Ausreichend einfetten

Es hängt vom Material ab, ob und wie viel Fett in der Form zum Backen notwendig ist:

• Schwarzblech und Emaille: Bei Antihaftbeschichtungen reicht ein leichtes Einfetten aus.
• Weissblech: In ihnen kann der Kuchen leichter haften bleiben. Deshalb immer gut einfetten und zusätzlich mit Mehl ausstäuben. Alternativ Semmelbrösel oder  Grieß verwenden.
• Keramik: Immer gut fetten und mit Semmelbröseln (Grieß) ausstreuen.
• Silikon: Nur einfetten, wenn im Rezept oder vom Hersteller angegeben. Oder wenn die Form zuvor in der Spülmaschine war.

Backen, probieren und lösen

Die Backzeit ist abhängig von der Höhe und der Art des Teiges sowie von der Form und ihrem Material. Wenn Sie diese Hinweise beachten, kann nichts schiefgehen:
• Kuchen beobachten. Gegen Ende der Backzeit mit einem Holzstäbchen eine Garprobe machen. Wenn keine Teigreste mehr am Stäbchen haften, ist er gar.
• Gebackenen Kuchen etwa 10 Minuten in der Form auf einen Kuchenrost zum Abkühlen stellen. Er „zieht“ sich so ein wenig an den Rändern zusammen.
• Aus der Kasten- und Gugelhupfform den Kuchen auf einen mit Backpapier belegten Kuchenrost stürzen und je nach Rezept umdrehen.
• Kuchen aus einer Springform nach etwa 10 Minuten mit einem spitzen Messer vom Rand lösen und auf dem Springformboden erkalten lassen. Mit einem großen Messer von unten den Kuchenboden lösen und auf eine Kuchenplatte umsetzen.
• Nur vollständig ausgekühlte Kuchen lassen sich gut durchschneiden, füllen oder verzieren.

Bestäuben

So geht Aufhübschen ganz schnell: Bestreuen oder besieben Sie Ihren Kuchen einfach mit Puderzucker oder je nach Rezept mit Kakao.

Guss und Glasur

Da möchte man doch direkt hineinbeißen – ein Guss oder eine Glasur machen einen Kuchen richtig verführerisch. Das Glasieren ist gar nicht so schwer – gelingt aber nur dann, wenn der Kuchen vollständig abgekühlt ist. Es sei denn, der Guss soll ins Gebäck einziehen, dann können Sie ihn direkt auf den warmen Kuchen geben.
• Guss lässt sich ganz einfach aus Puderzucker herstellen. Nach und nach mit Wasser glatt rühren, bis ein dickflüssiger Guss entsteht. Alternativ eignet sich auch Zitronen-, Orangen- oder Apfelsaft. Mit Sirup oder Speisefarbe erhält man farbigpastelligen bis bunten Guss.
• Kuvertüre ist eine spezielle Überzugsmasse mit einem höheren Kakaobutteranteil als Schokolade. Beim Erwärmen im Wasserbad (meist mit etwas Speiseöl oder Kokosfett) wird sie dünnflüssiger als Kuchenglasur. Wichtig: Es darf kein Wassertropfen in die Kuvertüre kommen.
• Kuchenglasuren sind preiswerter und schneller anzuwenden als Kuvertüre. Sie sind abgepackt in vielen Geschmacksrichtungen erhältlich. Nach Packungsanleitung im Wasser bad oder ggfs. in der Mikrowelle erwärmen und auf den Kuchen geben.

Aprikotieren

Soll der Guss oder die Glasur besonders glatt und ohne Krümel sein, bestreichen Sie den Kuchen vorher mit erwärmter (Aprikosen-)Konfitüre. Diese zunächst mit einem Pürierstab ganz fein zerkleinern oder durch ein Sieb streichen. Sehr gut eignet sich auch erwärmtes Gelee. Aprikotieren verhindert bei Obstkuchen auch das Austrocknen des Belages und gibt zusätzlichen Glanz auf dem Obst. Gleichzeitig wird der Kuchen saftiger und länger haltbar.

Tränken

Damit kommt man erst richtig auf den Geschmack: Trockene Kastenoder Gugelhupfkuchen werden getränkt, damit die Flüssigkeit (Fruchtsäfte, Liköre oder Weine) das Gebäck angenehm durchfeuchtet.

Dekorieren

Ein mit Zucker- oder Schokoladenguss verzierter Kuchen kann unterschiedliche „Outfits“ bekommen – mit klein gewürfelten Trockenfrüchten,
Raspelschokolade, gehackten Nüssen, Mokka bohnen, bunten Liebesperlen, Dekor-Geleefrüchten oder Glitzerzucker. Deko-Material immer auf den feuchten Guss streuen oder vorsichtig aufsetzen. Danach trocknen lassen.

Tipps für Silikonformen

• Vor dem ersten Gebrauch neue Silikonformen erst mit heißem, dann mit kaltem Wasser ausspülen. Anschließend die abgetrockneten Formen einmalig leicht
fetten.
• Wenn der Kuchen eine ansprechende Kruste haben soll, sollten Sie auf jeden Fall die Silikonform fetten und z. B. mit Grieß ausstreuen.
• Zum Befüllen wird die Form auf den Kuchenrost gestellt und der Teig bis zu zwei Dritteln eingefüllt. Ohne Kuchenrost ist die weiche Form sehr instabil und
schlecht zu handhaben.

SOS Tipps

Spühlmaschine
Aufpassen: Backformen gehören nicht in die Spülmaschine. Einzige Ausnahme sind Silikonformen. Diese danach wie eine neue Backform behandeln, also warm und kalt ausspülen und einmalig fetten.

Kuchen ist zu dunkel
Sollte nicht passieren, lässt sich aber lösen: Die dunklen Stellen vorsichtig abschneiden und den ganzen Kuchen mit einem beliebigen Guss überziehen – dann sieht man die Schnittstellen nicht.

Kuchen geht nicht aus der Form
Grundsätzlich soll der Kuchen etwa 10 Minuten in der Form zum Abkühlen stehen bleiben. Geht er dann nicht aus der Form, ist das kein Grund zur
Verzweiflung: Einfach ein feuchtes Küchentuch um die Form wickeln, kurz durchziehen lassen und dann erneut stürzen oder aus der Form lösen.

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