SOS-Tipps für die Küche

Kategorie: Grundkochbücher

Ob Anfänger oder Fortgeschrittene – alle haben schon einmal beim Kochen gefühlte Katastrophen erlebt. Meistens gibt es aber eine einfache Lösung, um doch noch das gewünschte Ergebnis erzielen
und genießen zu können. Hier kommen die besten Tipps!

Angebranntes in Töpfen und Pfannen

Speisereste grob entfernen, den Topf mit Wasser füllen, einen Teelöffel Spülmittel oder Salz mit Essig zufügen und alles solange köcheln lassen, bis sich die Reste vom Boden lösen. Danach mit viel klarem Wasser ausspülen. Oder das Angebrannte in Topf oder Pfanne mit Zitronensaft und Backpulver über Nacht einweichen lassen und am nächsten Tag ausspülen. Wichtig: Pfannen nie (!) mit einem Messer auskratzen, da sonst die Beschichtung oder der Boden zerstört wird.

Angebrannte Speisen

Auf keinen Fall mehr gründlich umrühren – sonst wird das Angebrannte im Topf verteilt und das
ganze Gericht schmeckt nicht mehr. Stattdessen vorsichtig von oben so viel wie möglich abnehmen
und in einem sauberen Topf zu Ende garen.

Angebrannte Zwiebeln

Da hilft nur eins: Die verbrannten Zwiebeln sofort entsorgen! Dann eine neue Zwiebel anbraten –
aber unbedingt vorher Topf oder Pfanne säubern!

Braune Obst- und Gemüsescheiben

Etwas Zitronensaft hilft: Empfindliche Zutaten wie rohen Sellerie, Apfel oder Banane sollte man entweder direkt damit beträufeln, damit diese nicht an der Luft braun werden. Oder die Zutaten sofort mit der Salatsauce vermengen – dann verfärben sie sich auch nicht.

Klebrige Nudeln

Wenn die Nudeln nach dem Kochen zusammenkleben, kann man es beim nächsten Mal besser machen:
Immer wieder umrühren und das richtige „Mischungsverhältnis“ von 1 l Wasser für jeweils 100 g Nudeln nehmen. Übrigens: Öl im Nudelwasser verhindert das Zusammenkleben nicht, sondern schwimmt nur an der Oberfläche.

Körniger Reis

Etwas Wasser zugießen und zugedeckt weiter ausquellen lassen, bis die Reiskörner gar sind. Das Wasser möglichst nicht unterrühren, sonst brennt der Reis leicht an.

Rutschende Rührschüssel

Sie hat bestimmt keinen Gummiring an der Unterseite. Beim Rühren von Süßspeisen oder anderen Gerichten ein feuchtes Tuch unter die Schüssel legen, um ein Rutschen zu vermeiden.

Schimmeliges Obst und Gemüse

Vorsicht: Angeschimmeltes Obst und Gemüse bilden Schimmelpilzgifte und müssen entsorgt werden!

Unansehnlicher Salat

Nur trockene Salatblätter behalten ihre Form und Knackigkeit. Sobald sie nass sind, werden sie
schnell matschig und welk. Deshalb Salat immer gut abtropfen lassen oder vorsichtig trocken schleudern. Aufpassen: Wer zu viel Salat auf einmal in die Salatschleuder füllt, zerquetscht die Blätter.
Das kann auch passieren, wenn man zu kleine Schüsseln beim Anmachen von Salat und Dressing verwendet. Zarte und empfindliche Blattsalate erst kurz vor dem Servieren anmachen.

Verkochte Kartoffeln

Zu lange gekochte Kartoffeln lassen sich schnell mit dem Kartoffelstamper zerstampfen und können als
Püree serviert werden. Auch lecker!

Verkochtes Gemüse

Kein Problem. Verkochtes Gemüse abtropfen lassen und in Brühe fein pürieren. Fertig ist die Gemüsecremesuppe.

Versalzene Suppe

Kein Drama: Eine rohe geschälte Kartoffel entweder ganz oder geraspelt etwa 15 Minuten mitkochen lassen – so wird das Salz gebunden. Alternative: Die Suppe mit etwas Wasser verlängern oder etwas Sahne unterrühren. Wenn sehr viel Salz in die Suppe geraten ist, hilft nichts mehr: Entsorgen und neu kochen!

Weiche Nudeln

Wenn man „al dente“ definitiv verpasst hat, kann aus den gekochten Nudeln noch ein Pfannengericht
zubereitet werden! Die weichen Nudeln mit kaltem Wasser abschrecken, abtropfen lassen, mit verschlagenen Eiern verrühren und in einer Pfanne mit etwas Butter oder Öl knusprig anbraten.

Zerplatztes Ei

Wenn ein Ei beim Kochen platzt, muss es schnell gehen: Sofort einen Schuss Essig ins Wasser gießen, dann wird das ausfließende Eiweiß gebunden.

Zu viel Pfeffer oder Chili

Suppen, Currys oder anderen Gerichten kann man die Schärfe wirkungsvoll durch die Zugabe von Milchprodukten wie Crème fraîche, Joghurt, Milch oder saurer Sahne nehmen. Sie mildern das „Feuer“, ohne den typischen Geschmack zu verfälschen.

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